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Eine Technoparty zu planen ist nicht schwer, aber es gibt ein paar Dinge auf die du achten solltest. Machen wir uns nichts vor, schlechte Parties gibt es wie Sand am Meer. Oft geht es den Veranstaltern nur darum, den oft jungen, aufgrund diverser Substanzen verwirrten Jugendlichen möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Das scheint auch ganz gut zu funktionieren, jedoch geht damit das Gemeinschaftsfeeling, das einst die Technoszene prägte, vollständig verloren.

In diesem Artikel versuche ich, meine Erfahrungen weiterzugeben und somit angehende Veranstalter zu motivieren, nicht zum Verfall der Szene beizutragen.

1. Einlass ab 18

Es ist kein Geheimnis, dass das Publikum auf Technoparties jedes Jahr jünger wird. Oft wird dieser Umstand sogar noch durch Parties mit Muttizettel unterstützt. Ich bin kein Spaßverderber, aber Minderjährige bedeuten sowohl für den Veranstalter als auch den Clubbesitzer ein kaum kalkulierbares Risiko. Ihr solltet eure Türsteher anweisen, auf das Alter der Gäste zu achten, so könnt ihr euch viel Ärger sparen. Ich habe in mehreren Fällen erlebt, dass wunderbare Locations durch Unfälle mit Minderjährigen dauerhaft schließen mussten.

2. Zahl deine DJs richtig

Warum kommen Menschen auf deine Veranstaltung? Richtig, um auf Techno abzugehen. Wenn du deinen DJs am Ende des Abends einen Fuffi in die Hand drückst, deckt das oft nicht mal die Kosten für Taxi und eingekaufte Musik. Eine Audiodatei, die sich qualitativ eignet in einem Club gespielt zu werden, kostet in den meisten Fällen mehr als einen Euro (WAV & Flac oder Vinylplatten). Natürlich findest du DJs, die für wenig Geld auflegen. Wenn du aber möchtest, dass deine DJs ihr Handwerk verstehen und qualitative Tracks spielen, musst du etwas tiefer in die Tasche greifen. Aber das lohnt sich, denn die DJs sind diejenigen, die deine Kasse füllen.

3. Spar nicht bei der Anlage

Die besten DJs bringen nichts, wenn du sie auf einer schlechten Anlage spielen lässt. Der Flaschenhals in fast jedem Club ist die Anlage. Oft geben die Musikdateien und das Equipment der DJs mehr her, als sich aus der oft alten Clubanlage rausholen lässt. Überprüfe vor der Veranstaltung, ob die PA für dein Vorhaben geeignet ist. Sollte sie das nicht sein, lohnt es sich in jedem Fall, eine externe Anlage anzumieten. Das ist je nach Größe der Veranstaltung bereits mit wenigen hundert Euro möglich. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass es sich oft lohnt, die geliehene Anlage vom Verleiher morgens abholen zu lassen, da dein Team morgens meistens keine Lust mehr hat sich um den Rücktransport zu kümmern.

4. korrekte Türsteher

Regeln sind wichtig, keine Frage. Aber es ist möglich, Regeln durchzusetzen ohne ein Arschloch zu sein. Rede vor der Veranstaltung mit deinen Türstehern und sprich ab, was erlaubt ist und was nicht. Es gibt wenig nervigeres als unfreundliche Securities.

5. plane den Abbau vor der Party

Solltest du selbst abbauen müssen, stell einen Abbauplan zusammen mit deinem Team auf. Alle Aufgaben müssen klar verteilt und zugewiesen sein, sonst wirst du es oft erleben, dass du morgens alleine im Club stehst und abbauen musst.

6. Faire Getränkepreise

Ob du es glaubst oder nicht, niemand lässt sich gerne abziehen. Du wirst sehen, wenn du faire Getränkepreise anbietest, trinkt das Publikum automatisch mehr.

7. Rückzugsorte bieten

Es ist enorm wichtig, dass es Rückzugsorte auf deiner Veranstaltung gibt. Laute Musik und viel Licht ist gut, jedoch sind Sofas/ Sessel zum ausruhen ebenso wichtig wie eine gute Anlage zum abgehen. Gib deinen Gästen die Möglichkeit, sich bei Bedarf zurückzuziehen. Auf einer Couch in der Clubecke fallen Leichen auch weniger auf als auf dem Dancefloor liegend.

Zum Abschluss lässt sich sagen, dass du sicher deinen eigenen Veranstaltungsstil entwickeln wirst, was auch richtig so ist. Ich hoffe jedoch, dass ich dir mit diesen Punkten ein paar Denkanstösse liefern konnte. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du dich gerne bei uns melden.

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